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Augsburg gewinnt Sechs-Punkte-Spiel gegen KölnAugsburg - Köln 3:1

Daniel Weiß trifft zum 1:1. (Foto: Imago)Daniel Weiß trifft zum 1:1. (Foto: Imago)

Das Abtasten sparten sich beide Teams: Nach 36 Sekunden gab DaSilva den ersten vielversprechenden Schuss aus halbrechter auf das Tor der Kölner ab, als er eine kleine Unaufmerksamkeit der Kölner bei ihrem ersten Wechsel ausnutzte. Kurz darauf wurde jedoch Caporusso für zwei Minuten hinausgestellt. Das nutzten die selbstbewussten Kölner: Johnson legte an der blauen Linie quer auf Sulzer, der direkt abzog. Seinen Schuss fälschte Minard vor dem Tor ab zur Führung der Haie. Da waren zwei Minuten gespielt. Kurz darauf schickte Woywitka Daniel Weiß auf der linken Seite, der aus spitzem Winkel zum Ausgleich traf. Dabei sah KEC-Goalie aus den Birken nicht glücklich aus. In der Folge gab es einige gute Chancen auf beiden Seiten, insbesondere als in der 14. Spielminute AEV-Verteidiger Bettauer und der Kölner Charlie Stephens auf die Strafbank mussten. Zwei Minuten war der Augsburger Anhang das erste Mal richtig in Rage, nachdem Spencer Machacek vor dem Kölner Tor sehr humorlos abgeräumt worden war und nicht nur AEV-Trainer Thompson eine Strafe gegen die Haie forderte. Eineinhalb Minuten vor Ende des ersten Drittels jubelten die Augsburger umso lauter: Nach einem schnell vorgetragenen Angriff über James Bettauer zog Woywitka aus zentraler Position ab. Wieder sah aus den Birken nicht gut aus und ließ die Scheibe nach vorne abprallen. Greg Moore war zur Stelle und staubte zur Führung der Panther ab.

Augsburg im zweiten Drittel mit viel Elan, Köln mit etwas Glück

Wie zu Beginn des Spiels kamen die Panther voller Tatendrang aus der Kabine: Dieses Mal dauerte es nur 24 Sekunden bis zum ersten guten Versuch. Erst nach mehr als zwei Minuten konnten sich die Kölner etwas befreien und hatten durch den kürzlich vom Lech an den Rhein gewechselten Uvira eine halbe Möglichkeit. Wenig später prüfte Tripp AEV-Keeper Chris Mason und bleib dabei ebenso erfolglos wie kurz darauf Mike Iggulden. Und weiter ging die wilde Fahrt: Daniel Weiß scheiterte fast im Gegenzug mit seinem Nachschuss knapp an Danny aus den Birken. In der 29. Minute musste KEC-Verteidiger Moritz Müller auf die Strafbank, nachdem er Caporusso bei seinem Solo nur mit einem Foul stoppen konnte. Im fälligen Überzahlspiel machten die Panther enormen Druck und kamen durch Reiss, einen abgefälschten Schuss von Brady Lamb und den zuvor gefoulten Caporusso zu sehr guten Möglichkeiten. Nach 33 Minuten kamen die Panther nach einem Schuss von Bettauer zweimal zum Nachschuss, kurz darauf hatten die Kölner die Chance zum Ausgleich – und wieder nur wenige Sekunden später wehrte aus den Birken auf der anderen Seite mit seinem linken Schoner einen Tölzer-Schlagschuss von der blauen Linie ab. Knapp drei Minuten vor Drittelende musste dann AEV-Stürmer Martin Hinterstocker nach einem Foul hinter dem gegnerischen Tor in die Kühlbox. Im folgenden Powerplay konnten sich die Kölner aber kaum zwingende Chancen erarbeiten, weil Augsburg sehr gut und aggressiv verteidigte. Insgesamt war Augsburg über die ersten 40 Minuten die bessere Mannschaft, wie auch das Schussverhältnis von 24:19 zeigte.

Augsburg lässt im Schlussabschnitt wenig zu – Grygiel sorgt für die Entscheidung

Das letzte Drittel begann ein wenig kurios mit einem Icing der Kölner nach vier Sekunden. Nach dem fälligen Bully in der Kölner Zone gaben die Panther den ersten Torschuss des Schlussdrittels ab. Im Gegenzug kamen auch die Haie zu ihrem ersten Abschluss. Dann musste Woywitka auf die Strafbank, aber auch dieses Überzahlspiel der Kölner blieb völlig wirkungslos. Als die Panther wieder komplett waren, konnte zunächst Reiss seinen Alleingang nicht erfolgreich abschließen, dann scheiterte Lamb mit seinem Schlagschuss. Nach fünf Minuten lief der Ex-Kölner Riefers auf halbrechts alleine auf aus den Birken zu, schoss ihm aber wenig platziert in die Fanghand. 90 Sekunden später kassierte Breitkreutz eine etwas unglückliche Strafe wegen Beinstellens. Zu ihm gesellte sich DaSilva – eine ebenfalls etwas zweifelhafte Entscheidung, die die Fans auf die Palme brachte. Umso größer war der Jubel, als die Panther anderthalb Minuten 3:5-Unterzahl unbeschadet überstanden hatten. Zu unpräzise war das Kölner Powerplay, um die Panther ernsthaft in Gefahr zu bringen, auch weil sich die Panther immer wieder in die Schüsse der Kölner warfen. Danach machten die Panther unbeeindruckt weiter mit ihrem druckvollen Spiel und erarbeiteten sich drei gute Chancen. Die beste davon hatte Grygiel nach einem Scheibengewinn von Arvids Rekis im eigenen Drittel. 97 Sekunden vor Ende nahm dann KEC-Coach Sundblad eine Auszeit – und Torhüter aus den Birken für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Doch auch das brachte nichts ein: Erst warf sich Arvids Rekis in einen Pass der Kölner, wenige Sekunden später machte Adrian Grygiel mit seinem Empty-Net-Goal alles klar.

Entsprechend zufrieden war Trainer Greg Thompson mit seiner Mannschaft: „Das war das erste Mal in dieser Saison, dass wir ein Spiel nach einem Rückstand gedreht haben. Jeder hat für den Sieg gekämpft – ich bin stolz auf die Mannschaft.“ Kölns Trainer Niklas Sundblad lobte insbesondere die Einsatzbereitschaft der Augsburger: „Augsburg hat insbesondere im letzten Drittel viele Schüsse geblockt – das war entscheidend.“

Tore:
0:1 (1:57) Chris Minard (Alexander Sulzer, Jamie Johnson)
1:1 (5:26) Daniel Weiß (Jeff Woywitka, Adrian Grygiel)
2:1 (18:24) Greg Moore (Jeff Woywitka, Dan DaSilva)
3:1 (59:44) Adrian Grygiel (ENG)

Strafminuten: Augsburg 14 + 10 (Breitkreuz), Köln 8
Zuschauer: 6110