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Aufbauhilfe Eisbären Berlin, Teil ZweiRyan MacMurchy sichert den Adlern zwei Punkte

Ryan MacMurchy (links) war der Matchwinner für die Adler Mannheim. (Foto: dpa)Ryan MacMurchy (links) war der Matchwinner für die Adler Mannheim. (Foto: dpa)
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Nachdem den Eisbären in Berlin gegen die Adler nach langer Durststrecke endlich wieder ein Sieg gelang, hätten sie dieses zarte Pflänzchen des Aufschwungs mit etwas mehr Glück in Mannheim vor ausverkauftem Haus (13.600 Zuschauer) auch mit drei Punkten bewässern können, sie führten nämlich bereits nach zwölf Minuten mit 2:0.

Beide Mannschaften begannen mit hohem Tempo, die Berliner entwickelten zuerst den dazu gehörigen Druck. Die Adler brauchten dazu etwas länger, übernahmen mehr und mehr das Spiel und unterbrachen sich jedoch dann durch unverständliche, weil immer gleiche Fehler. Ein schludriger Schuss oder Passversuch ohne Not an der gegnerischen blauen Linie, Puckverlust, dem ein halbherziges Defensivverhalten in der Rückwärtsbewegung folgt. Die Folge war eine gegnerische Überzahl vor dem eigenen Tor. Jamie MacQueen sagte dazu danke und erzielte das 1:0 für Berlin (9.). Zwei Minuten später zogen die Mannheimer eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Die Berliner, die das schlechteste Überzahlspiel der Liga haben, erzielten nach Freitag ihr zweites Tor gegen die Adler in dieser Disziplin. Die Adler machten es den Berlinern dann auch recht einfach. Der verteidigende hoch stehende Adler-Spieler hatte die falsche Position zum Gegner, um einen Schuss abblocken zu können, der Schuss kam durch, der Verteidiger der Adler vor dem Tor hatte zwar den Mann, aber nicht den gegnerischen Schläger unter Kontrolle – 2:0 für Berlin (Frank Hördler, 11.).

Glück hatten die Adler zwei Minuten vor Schluss, die Berliner fingen die Scheibe an der blauen Linie der Adler ab und hätten die Unparteiischen das Spiel nicht unterbrochen, nachdem Adler Dominik Bittner nach selbst verschuldetem Zusammenprall mit Andre Rankel auf dem Eis liegen blieb, wären zwei Berliner alleine vor Dennis Endras gewesen.

Was bei den Adlern im ersten Abschnitt gefiel, war das Überzahlspiel. Zwei Möglichkeiten in dieser Disziplin spielten sie gut bis hervorragend, die Berliner überstanden das nur mit Glück und einem gewohnt guten Petri Vehanen im Berliner Tor.

Im Mittelabschnitt zeigten die Adler Comeback-Qualitäten, wie man das von Ihnen ebenfalls schon öfter gesehen hat. Auch wenn die Berliner die Schusspositionen vor dem Tor gut verteidigten, gegen die feine Einzelleistung von Chad Kolarik, der Torjäger Ryan MacMurchy aus dem Slot bediente und so zum Anschlusstreffer beitrug (27.), sowie die Verwertung eines Bullygewinns durch Luke Adam, der Ryan MacMurchy zu seinen zweiten Treffer (32.) bediente, konnten sie nichts tun.

Im Schlussabschnitt klappte es dann auch mit dem Powerplay bei den Adlern, Christoph Ullmann spitzelte den Puck irgendwie zwischen Pfosten und Vehanen durch zum 3:2 für die Adler in der 48. Minute. Nach der erstmaligen Führung in diesem Spiel taten die Adler viel dafür, diese Aufholjagd und Führung wieder zu zerstören. Sachen wie ein sinnfreier Ellbogencheck (vor der Führung, 2 + 10 für Kolarik), Begleitschutz für Micki Dupont an der blauen Linie der Adler entlang, bis er den richtigen Moment für seinen Schlenzer zum 3:3 erreichte (57.), Crosscheck von Brent Raedeke eine Sekunde vor Schluss des Spiels ohne Pucknähe oder Not seien hier aufgeführt.

Bei dem Held des Abends auf Adlerseite, Ryan MacMurchy, der durch einen sehenswerten Penalty nach der Overtime den Adlern den Zusatzpunkt sicherte, können sich die Adler bedanken, dass das Abenteuer Berlin einigermaßen glimpflich ausging.