Das Freundschaftsspiel vor Turnierbeginn lief noch gut, doch bei der U17 World Hockey Challenge gelang der deutschen Nationalmannschaft bislang noch kein Sieg. Dem 5:4-Sieg nach Verlängerung gegen Kanada West im Vorfeld folgten nun drei Niederlagen gegen weitere kanadische Regionalauswahlen.
Zunächst unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Ron Chyzowski den Gastgebern aus Ontario mit 0:5 (0:1, 0:2, 0:2). Ein Drittel lang lief es für die deutschen Jungs gar nicht schlecht, dann aber zogen die Kanadier davon. „Ontario war läuferisch besser und immer einen Schritt schneller“, sagte Chyzowski. Auch gegen Quebec gelang dem DEB-Team kein Treffer. Am Ende stand eine 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)-Niederlage. Als bester deutscher Spieler wurde Goalie Hannibal Weitzmann ausgezeichnet. Das Schussverhältnis sprach mit 35:34 sogar knapp für Deutschland. Chyzowski: „Trotz eines ausgeglichenen Torschussverhältnisses und einer guten Leistung über 60 Minuten haben wir es nicht geschafft, ein Tor zu erzielen. Während Quebec seine Überzahlchance nutzte, konnten wir unser Powerplay nicht erfolgreich gestalten.“
Im dritten Turnierspiel brachten sich die Deutschen schließlich auf die Anzeigetafel – verloren gegen die kanadische Atlantic-Auswahl aber dennoch mit 3:4 (1:2, 1:1, 1:1). Erneut sprach das Schussverhältnis mit 42:36 für Deutschland – nur eben das Ergebnis nicht. Zwar begann die Partie gleich mit einem Tor nach 36 Sekunden für Deutschland, doch zwei Fehler im ersten Drittel wurden umgehend mit Gegentoren bestraft. Zu Beginn des letzten Drittels schaffte die DEB-Auswahl noch einmal den Ausgleich. Canada Atlantic gelang gut sechs Minuten vor Schluss wiederum der Führungstreffer, der dann zum Endstand führte. „Das Spiel der kanadischen Teams ist meist geradliniger, einfacher und zu unserem Nachteil auch erfolgreicher. Trotz teilweise technischer Überlegenheit fehlt uns zum Torabschluss oft die nötige Coolness und Cleverness“, resümierte Chyzowski. Als bester deutscher Spieler wurde Verteidiger Tim Bender gewählt. Die Tore erzielten Janick Moeser, Fabio Wagner und Marc Schmidpeter.
Im letzten Gruppenspiel setzte es schließlich noch eine 2:5 (1:4, 0:0, 1:1)-Niederlage gegen Schweden. Schon nach knapp sechs Minuten lagen die deutschen Jungs mit 0:3 hinten, ehe Frederik Tiffels, der auch zum besten deutschen Spieler der Partie gewählt wurde, das 1:3 gelang. Aber noch vor der ersten Pause erhöhte Schweden auf 4:1. Danach war das Spiel gelaufen. Im letzten Abschnitt verkürzte Erik Gollenbeck zwischenzeitlich auf 2:4.
Damit schließen die Deutschen die Gruppenspiele als Letzter ab und treffen im Spiel um Platz neun (Dienstag, 3. Januar, 20 Uhr, deutsche Zeit) auf das Schlusslicht der anderen Gruppe. Der Gegner steht noch nicht fest.
Die deutschen U-18-Mädchen mussten derweil bei der Weltmeisterschaft in Tschechien zwei Niederlagen hinnehmen. Dem 0:3 (0:1, 0:1, 0:1) gegen Finnland folgte ein 0:6 (0:1, 0:1, 0:4) gegen Kanada. „Wir haben super mitgehalten. Ärgerlich ist, dass wir wieder die Überzahlsituationen nicht genutzt haben. Das wäre prima für das Selbstbewusstsein gewesen, wenn wir hier heute ein Tor geschossen hätten, aber wir haben uns erneut für unseren guten Auftritt leider nicht belohnt“, sagte Bundestrainerin Maritta Becker.
Derweil ist bei der U20-Junioren-WM in Kanada die Gruppenphase zu Ende gegangen. Mit vier Siegen aus vier Spielen bei 26:5 Toren sind die Kanadier die einzige Mannschaft mit blütenweißer Weste. Als weitere Turnierfavoriten dürfen Russland, Schweden und Finnland gelten. Die USA müssen dagegen als Vierter ihrer Gruppe sogar in der Abstiegsrunde antreten. Auch die Schweiz, Lettland und Dänemark kämpfen gegen den Abstieg. Deutschland hatte erst kürzlich bei der B-WM im eigenen Land den Wiederaufstieg geschafft und trifft im nächsten Jahr auf die Top-Nationen.
Kanada und Schweden haben als jeweilige Gruppensieger bereits das Halbfinale vorzeitig erreicht. Die Zweiten und Dritten ermitteln deren Gegner. Der Sieger aus Finnland – Slowakei trifft auf Schweden, der Sieger aus Russland – Tschechien auf die Gastgeber.















