Nach einer Vier gegen Vier-Situation standen für Deutschland rund sieben Sekunden Überzahl-Spiel auf der Uhr, als nach einem gewonnenen Bully die Abstimmung nicht gepasst hatte und der weißrussische Angreifer auch von drei Verteidigern nicht gestoppt werden konnte. Auch Kotschnew hatte das Nachsehen und so gingen die Weißrussen in Führung. Mit Ausrüstungsproblemen verließ Kotschnew das Eis und kurze Zeit durfte Endras ran, ehe der Starting-Goalie wieder zwischen die Pfosten rückte. Deutschland tat sich im Offensivspiel schwer und kam nur selten zu zwingenden Chancen. Erst in der letzten Spielminute des ersten Drittel hatte das Freezers Duo Wolf und Festerling die Möglichkeit, den Spielstand zu egalisieren. So ging es mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine.
Im zweiten Spielabschnitt dominierten die Weißrussen das Spielgeschehen nach Belieben. Während Kaufmanns Alleingang auf Mezin die einzigst nennenswerte Chancen der zweiten 20 Minuten war kamen die Weißrussen gleich dreimal zum Torerfolg und spielten sich somit eine deutliche 4:0-Führung heraus. Vor allem Stepanovs Treffer zum zwischenzeitlichen 3:0 machte deutlich, was Weißrussland in diesem Drittel so viel besser machte: Hinter dem Tor von Kotschnew erkämpfte sich der Weißrusse gegen zwei Verteidiger die Scheibe, machte die Bewegung zum Tor und ließ Kotschnew keine Chance. Weißrussland war nicht nur immer einen Schritt schneller, sondern verstand es auch, mit guten Stellungsspiel der deutschen Offensivabteilung den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Das Bild setzte sich auch im letzten Spielabschnitt fort, nur dass die Offesnive der Weißrussen einen Gang zurück schalteten. Die deutschen Akteure waren wie schon vorher zu spät in den Zweikämpfen und konnten den Gegner nur durch Fouls stoppen. So musste Mannheims-Verteidiger Nikolai Goc früh auf die Strafbank, doch plötzlich eine riesen Chance der Deutschen: den Puck in der neutralen Zone abgefangen startet man trotz Unterzahl einen Drei gegen Eins-Angriff, doch weder Barta, noch Kaufmann brachten die Scheibe am ehemaligen Nürnberg-Goalie Mezin vorbei. Das Spiel flachte ab und nur dank der weißrussischen Handbremse gab es keine weiteren Tore mehr. So blieb es beim 4:0-Sieg für die Gastgeber.



















