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Conrad von Trzcinski - Deutscher lernt amerikanisches Eishockey-Management

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Während auf der politischen Bühne die Kontakte zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland derzeit nicht gerade auf Rosen gebettet sind, gibt es damit im sportlichen Miteinander beider Staaten offensichtlich und erfreulicherweise keinerlei Probleme. Neben der großen Anzahl deutscher Sportler, die in den USA aktiv sind, findet man dort auch eine Reihe von jungen Deutschen, die im sportadministrativen Bereich tätig sind. Ein Beispiel dafür ist der Einsatz des deutschen Studenten Conrad von Trzcinski, der im oberbergischen Nümbrecht nahe Köln zu Hause ist. Der 22-Jährige studiert an der Universität Marburg Betriebswirtschaft und Sport und verbringt derzeit sieben Wochen seiner Semesterferien im "Front Office" eines US-amerikanischen Eishockeyclubs der United States Hockey Leaque. Von Trzcinski stand bereits mit vier Jahren auf dem Eis und spielte bis zu seinem 18. Lebensjahr Eishockey, bevor er wegen einer Knieverletzung die Schlitzschuhe an den Nagel hängen mußte. Bei den Waterloo "Black Hawks" (US-Staat Iowa) erhält der Nümbrechter nun erste Einblicke in das harte Geschäft eines Eishockey-Franchise-Unternehmens, denn Vereine deutscher Prägung gibt es in den Staaten nicht. Auch im Umgang mit den Medien wird Conrad von Trzcinski wichtige Erfahrungen sammeln können, denn von den Spielen der "Black Hawks" berichten neben der Presse auch mehrere Radiostationen und ein TV-Sender, denen er bereits zu seinem Einstand in der "Black Hawk"-Organisation Rede und Antwort stehen mußte. "Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeiten, die mir die "Black Hawks" hier eröffnen", zeigte sich von Trzcinski verbindlich und schob sofort sein Hauptanliegen hinterher:, "Es ist mir wichtig, wertvolle praktische Erfahrungen hinter den Kulissen eines amerikanischen Eishockeyclubs zu gewinnen." Doug Miller ( General Manager of Business Operations ) hieß den deutschen Studenten auf einer Pressekonferenz im Kreise der Black Hawks-Familie Worten willkommen und unterstrich dessen Anliegen:" Ich bin überzeugt davon, Conrad wird durch seine tagtägliche operative Arbeit für das Eishockeyteam umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen aus erster Hand zurück nach Deutschland mitbringen. Ich denke, auch unsere Mitarbeiter werden dadurch einiges mehr über die deutsche Kultur erfahren können." Innerhalb der Black-Hawks-Organisation bekleidet der deutsche "Volontär", der ohne Bezahlung und bei freier Kost und Logie in einer Fan-Familie wohnt, den Posten eines " intern marketing and game night directors". Auch bei den Auswärtsfahrten des Teams, die quer durch den Mittelwesten der USA führen, begleitet von Trzcinski die Mannschaft als einer der Team-Offiziellen. Zur Zeit belegen die Black Hawks in der Tabelle den 2. Rang und haben sich schon für die Playoffs qualifiziert. Übrigens, Conrad ist nicht der erste von Trzcinski in der Black-Hawk- Organisation. Sein Bruder Christian war von 1997 bis 1998 als Verteidiger bei den Schwarzen Falken in Waterloo aktiv.