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DEB-Mitgliederversammlung beschließt Altersklassen-RestrukturierungEinigkeit der deutschen Eishockey-Familie beschworen

DEB-Mitgliederversammlung beschließt Altersklassen-RestrukturierungDEB-Mitgliederversammlung beschließt Altersklassen-Restrukturierung

Die Reform hat das Ziel den Sprung zwischen dem Junioren- und Seniorenbereich zu erleichtern. Sie wurde mit großer Mehrheit angenommen und soll mit einem Jahr Vorlaufzeit zur Saison 2018/19 umgesetzt werden. Demnach werden nun der DEB sowie der Leistungssportausschuss und die beteiligten Vereine den neuen Spielmodus für die übernächste Saison erarbeiten.

An der Mitgliederversammlung nahmen die Vertreter von 13 Landeseissport- und Landeseishockey-Verbänden teil. Zudem waren die Verantwortlichen von neun DEL- und acht DEL2-Clubs sowie von 37 Vereinen aller DEB-Ligen anwesend.

Nach der Begrüßung durch DEB-Präsident Franz Reindl  gedachte die Versammlung der verstorbenen Mitglieder der Eishockey-Familie Martin Strida, Vladimir Vacatko, Günter-Peter Ploog sowie Toni Krinner.

Im Anschluss daran stand der Bericht zum Organisationsstand der 2017 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft in Köln und Paris auf der Tagesordnung. Kernelement der folgenden Rede Franz Reindls im Rahmen seines Berichts war das Herausstellen der absolut positiven Entwicklungen im DEB. Der DEB sei mit seinen aktuell 101 Mitgliedsorganisationen und weiterer finanzieller, struktureller und vor allem sportlicher Konsolidierung auf einem sehr guten Weg. Mit einem Appell an das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt in der Eishockey-Familie fasste der DEB-Präsident zusammen: „Ziel ist die gemeinsame Ausrichtung auf das verbindende Konzept Powerplay 26, nämlich den Sport in den Mittelpunkt allen Handelns zu rücken und alle Kräfte zu bündeln.“

Es folgte ein mitreißender Bericht von Daniel Hopp zum Entwicklungsstand in den Ligen in Deutschland. Auch hier stehe der „Schwerpunkt auf den Sport im Mittelpunkt des Trachtens,“ wie der DEB-Vizepräsident sagte. Sehr wichtig sei ein funktionierender Spielbetrieb mit guten deutschen Spielern, das Zusammenspiel von gut ausgebildeten Ausländern und einheimischen Spielern sowie die zukünftige Integration von mehr jungen Spielern in der DEL und DEL2. Ein weiteres Ziel sei außerdem der sportliche Austausch zwischen den deutschen Profiligen. Auch die erfreulichen Ergebnisse aus der laufenden Saison sollten an diesem Abend ihre Erwähnung finden: Insbesondere der erst kürzlich errungene vierte Platz der Frauen-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft und die erfolgreiche Olympia-Qualifikation der Männer. Nach diesen Erfolgen geht es mit Rückenwind zur Heim-Weltmeisterschaft. „Das deutsche Eishockey hat eine starke Nationalmannschaft und einen starken DEB verdient und braucht ebendiese“, schloss Daniel Hopp.

Der DEB-Vizepräsident Marc Hindelang lobte in seinem Bericht den Spielbetrieb der Oberliga und die Verzahnung mit dem LEV-Bereich. Er würdigte zugleich die Leistung der DEB-Auswahl bei der Frauen-Weltmeisterschaft und verbindet das Turnier mit tollen, historischen Ergebnissen: „Die Frauen können zwar nicht von der Ausübung ihrer Sportart leben, aber deren Leben ist eben Eishockey.“ Abgerundet wurde der Bericht zum Marketing durch die anstehenden DEB-Projekte aus dem IIHF Growing the Game Fund „Wir sind Eishockey“ und „Integration durch Eishockey“. Zudem wurde mit Westminster ein neuer Hauptsponsor gefunden, weitere Vereinbarungen stehen vor dem Abschluss.

Der abschließende Bericht Berthold Wipflers, Schatzmeister des DEB, begann mit einer Replik auf die unsichere Vergangenheit und dem vorläufigen Jahresabschluss. „Die nachhaltige Finanzierung des Verbands und die zukunftssichere Aufstellung müssen vordringliche Ziele aller Mitglieder sein“, so der Finanzprofi. Wipfler schloss seinen Vortrag mit einem neuerlichen Appell zur Gemeinschaft und zum Zusammenhalt in der deutschen Eishockey-Familie.

Neben der elementaren Altersklassen-Restrukturierung beschloss die Mitgliederversammlung diverse formelle Änderungen. Zudem wurde die Ausbildung von zukünftigen Trainern an die Leistungssport-Reform des DOSB angepasst und zukunftsorientiert aufgestellt. Kernelement des Änderungspakets des DEB-Präsidiums stellte jedoch die Neustrukturierung der Altersklasse im Nachwuchs dar. Diese wird wichtige Weichen für die sportlich erfolgreiche Zukunft stellen. Im gemeinsamen Dialog vereinbarten die Mitglieder für die höchsten deutschen Nachwuchs-Spielklassen noch entsprechende Spielmodi zu definieren. So endete nach sechs Stunden eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit vielen kontroversen, positiv geführten Diskussionen.