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Clevere Wild Wings nehmen Indians-HürdeHannover, 8.Februar 2010
2491 Zuschauer waren in Hannover gekommen, um ihre Indians im Kampf mit dem Tabellenzweiten vom Neckarsprung zu verfolgen und sie waren, zumindest nach dem ersten Drittel, mit der Vorstellung ihrer Lieblinge sehr zufrieden. Die von dem Angriffsschwung der Gastgeber sichtlich überraschten Schwenninger leisteten sich bereits nach 78 Sekunden ein 3-5 Unterzahlspiel und brachten ihren Mann des Tages, Keeper Silverthorn, schnell zum Schwitzen. Das Powerplay ließ jedoch auch am Sonntag wieder zu „wünschen übrig“, weil durch ein übernervöses Aufbauspiel die Gäste immer wieder schnell stören konnten und bereits in dieser Phase deutlich ihre läuferischen und technischen Vorteile zum Tragen brachten. Während der ersten hannoverschen Strafzeit, Bagu wegen Haltens, wurde einem angst und bange. Borzecki und Kathan zeigten sich als Scharfschützen, die noch in Indians-Keeper Ower ihren Meister fanden. Es entwickelte sich in der Folgezeit ein munteres Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Die Schwenninger traten mit großer physischer Präsenz, mussten aber feststellen, dass, so lange die Kraft reicht, der Gastgeber zu schneidigen Attacken in der Lage ist. Der Wild Wing Quinlan saß in der 17. Minute nach einem Foul an Doyle gerade für fünf Sekunden auf der Strafbank, da verwertete Leisenring ein geniales Zuspiel von Hughes zur 1:0 Führung. Mit der Führung kam das Selbstbewusstsein zurück und zu welchen spielerischen Leistungen die Indians in der Lage sind, bekamen die erstaunten Zuschauer in der 20. Minute zu sehen, als Atherton einen Zuckerpass von Leisenring aufnahm und fast das Tor des Geburtstagskindes Silverthorn durchlöcherte. Die Führung war glücklich aber nicht ganz unverdient. Der Mittelabschnitt begann wie erwartet. Der Tabellenzweite versuchte das Heft an sich zu reißen, konnte aber bis auf ein paar unnötige Strafzeiten nichts reißen. Die Gastgeber zeigten sich jetzt mit der komfortablen Führung im Rücken sehr spielstark und besonders die Reihe um Hughes und Leisenring brachte die SERC-Defensive um Nezugang St. Jean und Prommersberger immer wieder in Bedrängnis. Während dieser Phase hielt Silverthorn seine Farben im Spiel, besonders in jener Szene, als er einen Schlenzer von Jelitto aus etwa einem Meter Entfernung mit der Fanghand aus der Luft pflückte. Solche Big Saves können Gegner demoralisieren. Die Gastgeber wurden wieder nervöser und Schwenningen glückte mit zwei Zufallstreffern der Ausgleich. Beim 2:1 zwang Borzecki Ower zu einer Glanztat. Dieser konnte den Puck nicht festhalten und Zeller reagierte am schnellsten. Gerade 80 Sekunden später versuchte sich Guerriero in Überzahl mit einem Schlenzer von der blauen Linie, Hacker nahm Ower die Sicht und weil der Schussweg frei war, hieß es auf einmal 2:2. Das dritte Drittel zeigte sich mit leichten technischen Vorteilen für die Gäste. Die Indians-Defensive, allen voran der stark auftrumpfende Hemmes sowie der zumindest kämpferisch überzeugende Stolikowski hielten den Schwenningern stand und auch die SERC-Defensive musste einige brenzliche Situationen überstehen. Wie aus dem Nichts dann die Vorentscheidung. Gästeverteidiger Borzecki wurde von Doyle mit dem Ellenbogen bearbeitet und nachdem mehrere Gästespieler den bis dahin relativ gut agierenden Hauptschiedsrichter Kadow auf eine Verletzung Borzeckis aufmerksam machten, reagierte dieser mit einer überzogenen 5-Minuten-Strafe plus Spieldauer. Die bis dahin nicht überzeugende Schwenninger Offensive brachte auch in dieser Phase keine sechs Torchancen zustande, aber einer ging schließlich trotzdem rein. Zeller verwerte einen Nachschuss nach Chance für St. Jean. Jetzt warteten die Gäste nur noch auf die Konter und so war das 2:4 von Hacker schließlich logisch. In der letzten Minute noch einmal Hochspannung, als Prommersberger auf die Bank musste und Indians-Coach Joe West Ower vom Eis nahm, aber die Gäste spielten, wie Anfang erwähnt, nun cool ihren Part herunter. Stimmen: Joe West (Hannover): „Wir haben nach dem sehr guten ersten Drittel es versäumt, das 3:0 zu machen. Wir haben gezeigt, zu welchen Leistungen wir in der Lage sind. Entscheidend war die 5-Minuten-Strafe gegen Doyle. So ein Spiel macht Mut und wir müssen an uns glauben und den Erfolg einfach erzwingen.“ Axel
Kammerer (Schwenningen): „Es war am Anfang ein schwieriges, knappes Spiel. Ab
der 30. Minute waren wir besser im Spiel und haben einen Weg gefunden, das
Spiel zu gewinnen.“ Statistik: 1:0 (16:03) Leisenring (Hughes, Bagu) 5-4, 2:0 (19:03) Atherton (Leisenring, Mares), 2:1 (32:32) Zeller (Borzecki, Pinizzotto), 2:2 (33:59) Guerriero (Kathan, Hacker) 5-4, 2:3 (52:10) Zeller (St. Jean, Pinizzotto) 5-4, 2:4 (56:49) Hacker (Guerriero, Gawlik) Strafminuten: Hannover 16 + 5 + Spieldauer für Doyle - Schwenningen: 28 + 10 für Quinlan Schiedsrichter: Kadow Zuschauer: 2491 Manfred Schneider weitere Schlagzeilen 30.Juli 2010 26.Juli 2010 23.Juli 2010 Geballte Offensiverfahrung und Rückkehrer Nummer Zwei Eislöwen verpflichten Jan Zurek und Jörg Wartenberg...... 22.Juli 2010 Torhüter Stefan Horneber wechselt zu den Eispiraten Förderlizenz für die Grizzly Adams Wolfsburg...... 21.Juli 2010 15.Juli 2010 14.Juli 2010 |
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