Grizzlys nur 40 Minuten gut

Wolfsburg, 4.Dezember 2009

Mangelnde Chancenverwertung ist schon länger ein Problem des EHC Wolfsburg, am Freitagabend im Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters kamen auch noch Gastgeschenke dazu. So blieb am Ende eine 2:3 (1:2/0:0/1:0) Niederlage nach Verlängerung, bei der wieder zwei Punkte unnötig verloren wurden. Peter Sarno und Ken Magowan trafen für die Niedersachsen.

Schlecht starteten die Grizzly Adams ins erste Drittel, ermöglichten den Iserlohn Roosters durch zwei Gastgeschenke zudem viel zu einfach eine 2:0 Führung nach elf Minuten. Beim ersten Gegentor war es ein Fehler im Spielaufbau, den Brian Swanson eiskalt ausnutzte (8.). Und beim zweiten Gegentor half den Roosters eine doppelte Überzahlsituation, um durch Quinn Hancock zu erhöhen (11.). Nur gut, dass Peter Sarno 13 Sekunden vor der ersten Pause wenigstens auf 1:2 verkürzen konnte (20.).

Mit Beginn des zweiten Abschnitts spielten nur noch die Grizzlys und erarbeiteten sich Chancen im Minutentakt. Gäste-Torwart Danny aus den Birken flogen die Pucks reihenweise um die Ohren, doch Zählbares sprang nicht dabei heraus. Mike Green per Gewaltschuss (24.), Christoph Höhenleitner (28.), Andreas Morczinietz (30.) oder der perfekt freigespielte Ken Magowan (33.) vergaben beste Gelegenheiten. Iserlohn hatte in dem Drittel nicht eine einzige Chance, so dass es beim 1:2 auch nach 40 Minuten blieb.

Dies änderte sich in der 49.Minute, als Magowan den längst überfälligen Ausgleich markierte. Im Powerplay fälschte er einen Schlagschuss von Jan-Axel Alavaara zum 2:2 ab. Danach drängte der Pokalsieger auf die Führung, doch der im Slot freigespielte Magowan scheiterte an aus den Birken (56.) und ein Gewaltschuss von Christopher Fischer landete nur am Pfosten (57.). Mit der ersten Roosters-Chance im letzten Drittel wären die Grizzlys in Person von Hancock gut eine Minute vor Schluss beinahe noch bestraft worden, doch der Kanadier verzog nach einem Konter (59.).

Schon nach 15 Sekunden in der Verlängerung hatten die Grizzly-Fans den Torschrei auf den Lippen, John Laliberte traf aber nur die Latte (61.). Ganz bitter wurde es für den EHC dann zwei Minuten später, als der ansonsten wirkungslose Robert Hock alleingelassen wurde und einen Konter mit dem 2:3 abschloss (63.).

"Ich bin weder mit dem Spiel noch mit dem Ergebnis zufrieden. Wir haben schlecht begonnen, uns fehlte Tempo und Passspiel und die Zweikämpfe wurden auch nicht angenommen. So etwas ist im weiteren Spielverlauf nur schwer zu korrigieren. Zwar hatten wir auch noch drei Lattentreffer, doch gewinnen konnten wir trotzdem nicht. Jeder muss ein paar Prozent mehr geben, damit solche engen Spiele gewonnen werden", sagte EHC-Trainer Toni Krinner nach dem Spiel.




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