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Wie ich es sehe… Die Hockeyweb-Kolumne von Werner NieleckDuisburg, 11.November 2009 Morgen, wenn Profi-Schiedsrichter Daniel Piechaczek pünktlich um 19.30 Uhr das DEG-Heimspiel gegen die Frankfurt Lions eröffnet, wird der DEL-Alltag bei uns wieder eingekehrt sein.
Doch lassen Sie uns, lieber Leser, noch ein bisschen beim letzten Wochenende verweilen. Es tat nach vielen sportlichen Tiefpunkten beim Deutschland Cup und nicht zuletzt nach dem blamablen Abschneiden bei der letzten WM einfach mal gut, unser Nationalteam als Sieger zu feiern. Dabei lieferte unsere Medienlandschaft ein, zwei Tage nach dem Triumph von München genug Beweise ab, wie breit gefächert die Meinungen über die Sportart Eishockey sind. Irgendwo war euphorisch von einer Traumreihe die Rede, anderswo las ich, dass sich durch diesen Sieg die strukturellen Probleme des deutschen Eishockeys nicht ändern und die stärksten Spieler für eine längere Olympia-Vorbereitung trotzdem nicht zur Verfügung stehen.
Nun habe ich in München weder eine Traumreihe gesehen, noch hörte ich von längeren Olympia-Vorbereitungen anderer Nationen. Denn jedes Land, Russland vielleicht einmal ausgenommen, stellt seine stärksten Akteur nach wie vor in der (noch) stärksten Liga der Welt ab. Eine sinnvolle und langfristige Vorbereitung auf Vancouver fällt somit für jedes Team aus.
Nein, ich habe mich, wie viele andere auch, einfach über den Erfolg der Krupp-Schützlinge gefreut, ganz ohne Häme und Hintergedanken. Aus vielen Zweikämpfen (man sagt jetzt wohl eins-zu-eins-Situationen) gingen Felski & Co. als Sieger hervor, es wurde auch mal etwas riskiert, und der Kampfgeist war, wie immer, vorbildlich. Und dann auch noch gegen die Schweiz deutlich gewonnen! Seit vielen Jahren ist solch ein Sieg das Größte, was man erringen kann. Ich habe jetzt noch die Stimme eines Schweizer Kollegen im Ohr, der vor dem Match seiner Landsleute gegen die USA sagte, dass es hier um den Turniersieg ginge.
Ralph Krueger, den ich seit immerhin 32 Jahren kenne und der seine aktive Karriere fast ausschließlich innerhalb unserer Grenzen absolvierte, wollte sicherlich nicht seine Trainerbühne bei den Eidgenossen als Verlierer gegen Deutschland verlassen. Viele Gerüchte ranken sich um die Zukunft des smarten Burschen. Einmal war in München von Düsseldorf als neuer Stadion die Rede. Gestern hörte ich eine neue Mär: Hamburg lockt! Und es wäre eigentlich nicht einmal unlogisch, würde Ralph Krueger erneut Kollege von Peter John Lee werden. Wie bekannt, beendete auch der einstige Düsseldorfer Torjäger sein Engagement als Co-Trainer bei den Eidgenossen. Da ist es doch fast folgerichtig, dass er als Anschutz-Mann seinen Ex-Chef dem anderen Anschutz-Klub wärmstens empfiehlt.
Positiv bleibt im Zusammenhang mit dem letzten Wochenende auch noch hängen, dass der Turniersieg gegen Mannschaften errungen wurde, die in der internationalen Rangliste höher stehen als die Adlerträger. Die USA nehmen dort mit 2.915 Punkten Rang Nummer 5 ein. Es folgen die Schweizer (2.725 Punkte/Platz 7) vor den Slowaken (2.620 Punkte/Platz 9). Unser Nationalteam, das nach dem Schweizer Debakel einen Rang einbüßte und Lettland an sich vorbeiziehen lassen musste, steht vor Olympia mit 2.460 auf Platz Nummer 12.
Wie gesagt, übermorgen geht es wieder los mit der Hatz durch die Punktrunde, die ohne Unterbrechung bis zum 16. Februar über die Bühne geht. Anschließend steht vor den neun letzten und entscheidenden Punktspieltagen Olympia auf dem Programm. Die Platzierung von Vancouver hat Einfluss auf die internationale Rangliste.
Ich bin mir jedoch sicher, dass unsere Jungs wie in München auch in Vancouver alles geben werden, ob das Ganze für die besagte Hitliste zählt oder nicht. Service: weitere Schlagzeilen 9.Februar 2010 Lions Boss Siggi Schneider im Hockeyweb Gespräch Schneider spricht über aktuelles und verrät, was es zum Thema neue Halle gibt... 8.Februar 2010 7.Februar 2010 Iserlohn feiert Auswärtserfolg - Liebsch lobt taktische Disziplin Starker Danny Aus den Birken sichert den Roosters wichtige drei Punkte im Kampf um Platz zehn – Frankfurt verpasst Sprung auf den 4. Platz... Eisbären knacken die 100 Punkte-Marke Nach dem 4:2-Sieg über die Hamburg Freezers haben die Berliner nach 44 Spieltagen bereits 101 Punkte erspielt.... |
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