Eishockey - 2.Bundesliga

20.02.2012 - 09:49
Von: Manfred Schneider

Effiziente Eispiraten lassen Indians beim 0:3 keine Chance

Aus dem 6-Punkte-Wochenende holen die Hannover Indians nur einen Punkt und spüren nun die wieder erstarkte direkte Konkurrenz aus Ravensburg, Crimmitschau und Bietigheim im Nacken.


Es gibt Tage, da klappt einfach nichts. Einen solchen hatten die Hannover Indians gegen die Eispiraten Crimmitschau vor knapp über 2.100 Zuschauern erwischt, obwohl sie eine Menge versuchten. Tatsächlich hätte es nach dem ersten Drittel bei einem Schussverhältnis von 12:3 schon 3:1 für die Indians stehen müssen, aber was McDonough, Gerbig, Fröhlich & Co. auch versuchten, immer hatte der Gegner ein Bein dazwischen oder der glänzende Jochen Vollmer war reaktionsschnell in der jeweiligen Ecke. Wenn man mit den wenigen Torchancen großzügig umgeht, dann ist es kein Wunder, wenn es ausgerechnet dem zu diesem Zeitpunkt noch harmlosen Gegner gelingt, in Führung zu gehen. Patrik Vogl (15.) erhielt an der blauen Linie die Scheibe und jagte sie unter die Latte des von Edgars Lusins gehüteten Indians-Kasten. Der überraschend an Stelle von Stammkeeper Thomas Ower eingesetzte Lusins, der ansonsten eine gute Partie machte, war chancenlos.

Auch im zweiten Zwischenabschnitt schienen die Indians das „Heft des Handelns“ zu übernehmen, muss sich jedoch auf langsam auftauchende Gäste einstellen, die gemerkt hatten, dass die Gastgeber es mit dem „genau zielen“ an diesem Tage nicht so hatten. Konnte Lusins sich zunächst noch gegen Carlo Grün mit langem Bein durchsetzen, war er machtlos beim 0:2 des gleichen Gästeakteures (28.) zwei Minuten später. Jetzt war deutlich ein Schock bei den Indians auszumachen und die Eispiraten nutzten die Schwäche gnadenlos aus. Ein Missverständnis zwischen Gyori, Gleich und Lusins ausnutzend erhöhte der eminent fleißige und stark auftrumpfende Kanadier Cam Keith (36.) auf 0:3.

Das war der Knackpunkt, denn ab jetzt waren zwar die Indians gewillt, den Anschuss zu schaffen, aber alle Bemühungen waren fruchtlos. Jelitto, McDonough, Gleich und Gyori, sie alle scheiterten mit ihren Aktionen am Tausendsassa im Eispiratenkasten Jochen Vollmer Mit dieser Sicherheit im Rücken und einem guten Forechecking brachten die Westsachsen die Indians problemlos dazu, sich immer wieder im Mittelfeld zu verrennen, bzw. einen Fehlpass zu spielen. Trotz eines am Ende überlegenen Schußverhältnisses von 32:16 stand es am Ende 0:3 und Indians-Headcoach Christian Künast war um eine Erkenntnis reicher: „ Die Mannschaft hat alles gegeben.  Wir werden hart weiterarbeiten und unser Ziel bleiben natürlich die Play-Off`s.“ Eispiraten-Coach Fabian Dahlem hochzufrieden: „Wir haben unsere taktische Ausrichtung gut durchgezogen. Ich bin sehr zufrieden mit den drei Punkten.“

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